Friedensreich
Hundertwasser
(1928-2000)
Person und
Werk
Für seine goldenen
Zwiebeltürme, strahlenden Mosaiken und leuchtenden Spiralen von einem
Millionenpublikum geliebt, von Kunstkritikern als "Behübscher" und
"Zuckerbäckerarchitekt" belächelt, ruft der Kunstmaler, Architekt
und Zivilisationskritiker Friedensreich Hundertwasser Kontroversen hervor.
Ausgewählte
Daten zu Leben und Werk
Friedensreich Hundertwasser
wurde am 15. Dezember 1928 in Wien als Friedrich Stowasser geboren. Den Künstlernamen
("Sto" bedeutet in einigen slawischen Sprachen "hundert") legte er sich
1949 zu.
1929 starb sein Vater,
der als technischer Beamter berufstätig war. 1943 wurden 69 jüdische
Familienangehörige mütterlicherseits deportiert und in Vernichtungslagern
umgebracht.
Hundertwasser besuchte
1936 die Montessori-Schule in Wien. 1948 machte er die Matura (Abitur)
und verbrachte anschließend drei Monate an der Wiener Kunstakademie
bei Prof. Robin Christian Andersen. Nachhaltigen Eindruck hinterließen
eine Walter-Kampmann-Ausstellung in der Albertina sowie Schiele-Ausstellungen.
Ausgedehnte Studienreisen
führten Hundertwasser von 1949 bis 1951 nach Paris, Marrakesch, Tanger,
Tunis, Italien und Spanien.
Von 1983 bis 1986 entstand
im Wiener 3. Bezirk das berühmte "Hundertwasser-Haus", das bis heute
in Wien zu den beliebtesten Touristenzielen zählt.
Seit 1990 arbeitete er
unter anderem an folgenden Architektur- Projekten: "KunstHausWien", "Raststätte
Bad Fischau", "AGIP-Tankstelle Wien", "Fernwärmewerk Spittelau", "Einkaufszentrum
Village, Wien", "Textilfabrik Muntlix", "Rogner-Bad Blumau" sowie an der
Umgestaltung des "Martin-Luther-Gymnasiums" in Wittenberg.
Friedensreich Hundertwasser
erlag am 19. Februar 2000 auf dem Weg von Neuseeland zurück nach Europa
an Bord eines Schiffes einem Herzversagen.
Einzelausstellungen
(eine Auswahl)
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1952 Art Club Wien
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1961 Tokyo Gallery, Tokio
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1964 Kestner Gesellschaft
Hannover; Kunsthalle Bern; Museum des 20. Jahrhunderts Wien; Stedelijk
Museum Amsterdam; Moderna Museet Stockholm
-
1968 University Art Museum,
University of California, Berkeley; Santa Barbara Museum of Art; The Museum
of Fine Arts, Houston; The Arts Club of Chicago; The Galerie St. Etienne,
New York; Philips Collection, Washington D.C.
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1974 Graphische Sammlung
Albertina, Wien
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1975 Beginn der Weltwanderausstellung
"Österreich zeigt den Kontinenten Hundertwasser" im Musée d'Art
Moderne de la Ville de Paris (Wanderausstellung bis 1983!)
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1975-1992 "The Albertina
Exhibition of Hundertwasser's Complete Graphik Work"
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1951-1975 Hundertwasser wird
in Museen der USA gezeigt
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1978 Österreichisches
Museum für Angewandte Kunst, Wien
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1981 Neue Berliner Galerie
im Alten Museum (Zentrum für Kunstausstellungen DDR)
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1992 Beginn der Ausstellungstournee
"Kreative Architektur - Gleichnis der Schöpfung" durch deutsche Einkaufszentren
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1998 Vielbeachtete Retrospektive
im Institut Mathildenhöhe Darmstadt
und Ausstellung mit Originalgrafiken in der Galerie
Elisabeth Tauber in Pegnitz.
Gruppenausstellungen
(Auswahl)
Seit 1948:
Zahlreiche Gruppenausstellungen
im In- und Ausland, u.a. : Österreichischer Pavillon der XVII Biennale
in Venedig,
II. Festival Internationale
Parma (1954); Biennale Sao Paulo,
I. Biennale Bordeaux
(1957); XXXI. Biennale di Venezia (1962),
I. Biennale Bordeaux
(1957); XXXI. Biennale di Venezia (1962).
Zahlreiche
Preise
und Auszeichnungen, u.a.:
Großer Österreichischer
Staatspreis (1980);
Österreichischer
Naturschutzpreis (1981).
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